🟥 Vivaldi
Vivaldi ist ein proprietärer Webbrowser des norwegischen Unternehmens Vivaldi Technologies AS, der auf dem quelloffenen Projekt Chromium basiert, selbst jedoch nicht vollständig quelloffen ist. Vivaldi ergänzt Chromium um Funktionen wie Werbe- und Tracker-Blockierung, Synchronisierung, integrierte Notizen, Mail- und Kalenderfunktionen, Seitenleisten sowie optionale Dienste wie Proton VPN. Das Unternehmen finanziert sich vor allem durch Partnerverträge mit Suchmaschinen- und Lesezeichen-Anbietern, Direct-Match-Angebote und Spenden. Vivaldi gibt an, Nutzer weder zu verfolgen oder zu profilieren noch ihre Daten zu verkaufen. Für den Betrieb werden jedoch begrenzte technische Daten, eine dauerhafte Installationskennung und eine anonyme Nutzungszählung verarbeitet. Kritiker bemängeln diese Telemetrie, weshalb Vivaldis Datenschutzversprechen weitgehend auf dem Vertrauen in den Hersteller beruhen. (Vivaldi, Privatsphäre, Ist Vivaldi Open Source?)
Aus Datenschutzsicht sollte berücksichtigt werden, dass Vivaldi technische Nutzungs- und Gerätedaten verarbeitet, darunter eine eindeutige Installations-ID, Versions- und Systeminformationen sowie einen ungefähr bestimmten Standort. Diese Verarbeitung erfolgt teilweise unabhängig von einer ausdrücklichen Einwilligung des Nutzers. Daher sollten verfügbare Optionen zur Datenerhebung und Telemetrie möglichst deaktiviert werden. Außerdem sollten Drittanbieter-Cookies websiteübergreifend blockiert werden. Dadurch wird erschwert, dass Websites das Surfverhalten über mehrere Seiten hinweg verfolgen.
Überprüfe regelmäßig die Berechtigungen installierter Erweiterungen und entferne nicht benötigte Add-ons.
⚠️ Achtung: Aus kritischer Datenschutz- und Open-Source-Perspektive ist Vivaldi daher nur eingeschränkt zu empfehlen. Der Browser ist zwar komfortabel, umfangreich anpassbar und mit starken Datenschutzfunktionen ausgestattet, jedoch weder vollständig quelloffen noch besonders anonym.
Hinweis: Vivaldi wurde von einem ehemaligen Opera-Mitarbeiter gegründet.