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🦁 Brave

Brave basiert auf dem quelloffenen Chromium-Webkern und wird von Brave Software Inc., einem unabhängigen, privat gehaltenen Unternehmen, entwickelt. Brave verdient hauptsächlich durch freiwillige, datenschutzfreundliche Werbung, kostenpflichtige Premium-Dienste, die Brave Search API, Wallet-Gebühren und Partnerschaften Geld (FAQ zur Finanzierung).

Brave ist ein Chromium-basierter Browser, der den Schwerpunkt auf Datenschutz, Sicherheit und eine schnelle Darstellung von Webseiten legt. Mit den integrierten Shields werden Werbung, Tracker und andere unerwünschte Inhalte standardmäßig blockiert – auch in YouTube-Videos. Ein Add-on wie uBlock Origin ist daher nicht erforderlich.

Wie bei vielen anderen Browsern sollten auch in Brave aus Datenschutzgründen die Telemetrie und andere Optionen zur Datenerhebung deaktiviert werden. Außerdem sollten Drittanbieter-Cookies websiteübergreifend blockiert werden. Dadurch wird erschwert, dass Websites das Surfverhalten über mehrere Seiten hinweg verfolgen.

Überprüfe regelmäßig die Berechtigungen installierter Erweiterungen und entferne nicht benötigte Add-ons.


Brave stellt mit Brave Origin eine schlankere Browser-Variante für Nutzer vor, die vor allem Datenschutz und Werbeblockade wollen. Zusatzfunktionen und umstrittene Extras, die über den reinen Browser-Kern hinausgehen, fliegen damit raus (KI und Crypto-Gedöns). Brave will Origin klar als minimalistisches Setup positionieren.

💡 Hinweis

Die Nutzung kostet einmalig 60 US-Dollar und soll als Unterstützung für das Open-Source-Projekt dienen. Interessant: Unter Linux ist Brave Origin kostenlos erhältlich, da einige Linux-Distributionen bereits Varianten von Brave anbieten, die Origin sehr ähnlich sind. Linux-Nutzer können Brave dennoch freiwillig mit einer Zahlung unterstützen – was ich für die iOS-Version gerne getan habe. Bei einem Abo-Modell hätte ich darauf verzichtet.

Technisch bleibt Origin nah am Original: Chromium, regelmäßige Sicherheitsupdates sowie die bekannten Shields für Tracking-Schutz, Adblock und schnellen Seitenaufbau.

Wer die ganzen Zusatzdienste und Integrationen aus der Standardversion nicht nutzt, soll hier eine aufgeräumtere Variante bekommen – wobei man das sicher auch in der normalen Brave-Version irgendwie rausgelöst bekommt.

Link: How-do-I-hide-or-disable-features-in-Brave

🐧 Linux Nutzer

Im Brave für Linux findet ihr die kostenlosen Einstellungen für Brave Origin direkt im Menü. Ich habe hier alles deaktiviert.

Screenshot der Brave-Origin-Einstellungen unter Linux Mint:

Linux_Brave-Origin.png


Tipp: Brave-Cache ins RAM verlegen

ℹ️ Hinweis

Unter Linux kann das besonders bei SSDs sinnvoll sein. /tmp liegt jedoch nicht auf jedem System automatisch im RAM.

Prüfe dies mit:

df -h /tmp

In der Ausgabe sollte /tmp als tmpfs eingehängt sein.

Beispiel KDE:

  1. KDE-Menü öffnen und den Eintrag Brave bearbeiten. Alternativ den Eintrag per Kontextmenü → Eigenschaften öffnen.
  2. Als Programm eintragen (sollte bereits vorhanden sein):
    brave
    
  3. Als Befehlszeilen-Argumente eintragen:
    %U --disk-cache-dir=/tmp/brave_cache
    
  4. Chromium über den geänderten Starter neu starten.
  5. Zur Prüfung in der Adressleiste öffnen:
    brave://version/
    
  6. Bei Befehlszeile muss Folgendes stehen:
    --disk-cache-dir=/tmp/brave_cache
    

Die Einstellung muss für jeden Starter separat vorgenommen werden.