🧰 Schritt 4: SSH-Login und Grundkonfiguration
1. SSH-Verbindung herstellen
(ersetze die IP durch deine)
ssh alarm@192.168.0.164
2. Standard-Zugangsdaten
- Benutzer:
alarm - Passwort:
alarm
3. Passwort ändern
Direkt nach dem Login:
passwd
4. Sudo-Rechte prüfen
sudo EDITOR=nano visudo
💡 Hinweis
Am Ende der Datei sollte stehen:
alarm ALL=(ALL:ALL) NOPASSWD: ALL
Damit kann der Benutzer alarm Root-Befehle ohne Passwort ausführen.
Alternativ kannst du auch nur die Zeile aktivieren:
%wheel ALL=(ALL:ALL) ALL
Dann ist wieder eine Passwortabfrage erforderlich.
5. (Optional) Root-Zugang deaktivieren
sudo passwd -l root
Prüfen:
sudo passwd -S root
Erwartete Ausgabe:
root L ...
(L = locked)
Root-Account wieder aktivieren:
sudo passwd -u root ← entsperrt
sudo passwd root ← neues Passwort setzen
6. Hostname setzen
(z.B. „eos-arm“)
sudo hostnamectl set-hostname eos-arm
7. Zeitzone einstellen
sudo timedatectl set-timezone Europe/Berlin
8. Sprache einstellen (optional)
sudo localectl set-locale LANG=de_DE.UTF-8
9. Netzwerk prüfen
ping -c3 archlinux.org
10. System aktualisieren
sudo pacman -Syu
Nur bei Mirror-Problemen:
sudo pacman -Syyuu
(Alle Paketdatenbanken werden komplett neu heruntergeladen)
Verwaiste Pakete entfernen:
sudo pacman -Rsn $(pacman -Qdtq)
Pacman Cache vollständig leeren:
sudo pacman -Scc
11. (Optional) Spiegelserver prüfen
Mirrorliste öffnen:
sudo nano /etc/pacman.d/mirrorlist
Die Zeile:
Server = http://mirror.archlinuxarm.org/$arch/$repo
verweist auf den offiziellen Geo-Load-Balancer von Arch Linux ARM.
Dieser wählt automatisch einen geeigneten und erreichbaren Mirror basierend auf Standort und Verfügbarkeit aus.
Eine manuelle Anpassung der Mirrorliste ist normalerweise nicht erforderlich.
Nachtrag (Februar 2026):
Wie sich herausgestellt hat, kann der Geo-Mirror gelegentlich auf einen Server verweisen, der noch nicht vollständig synchronisiert ist.
In diesem Fall können 404-Fehler bei Paketaktualisierungen auftreten.
Daher habe ich den Geo-Mirror deaktiviert und feste deutsche / EU-Mirror aktiviert:
# Server = http://mirror.archlinuxarm.org/$arch/$repo
### Germany
## Aachen
Server = http://de3.mirror.archlinuxarm.org/$arch/$repo
## Berlin
Server = http://de.mirror.archlinuxarm.org/$arch/$repo
## Coburg
Server = http://de4.mirror.archlinuxarm.org/$arch/$repo
## Falkenstein (EU)
Server = http://eu.mirror.archlinuxarm.org/$arch/$repo
Pacman verwendet die Server in der angegebenen Reihenfolge.
Wenn ein Mirror nicht verfügbar oder nicht synchron ist, wird automatisch der nächste verwendet.
Diese Konfiguration reduziert die Wahrscheinlichkeit von Download-Fehlern und sorgt für stabilere Systemaktualisierungen.
💡 Hinweis
Das Tool
reflectorist nur für x86 Arch Linux vorgesehen und funktioniert nicht mit Arch Linux ARM Mirrorlisten.
12. Headless-Modus prüfen
systemctl get-default
Wenn die Ausgabe graphical.target lautet, startet das System mit GUI.
Um Headless (ohne GUI) zu aktivieren:
sudo systemctl set-default multi-user.target
systemctl get-default
→ Erwartete Ausgabe:
multi-user.target
Neustart:
sudo reboot
Zurück zur grafischen Oberfläche:
sudo systemctl set-default graphical.target
sudo reboot
💡 Hinweis
Auch das „Headless Image“ kann ein grafisches Target gesetzt haben,
enthält aber keine Desktop-Pakete.
13. Firewalld entfernen (später nutze ich ufw)
Wenn der Raspberry Pi ausschließlich im Heimnetz läuft (z.B. mit ioBroker oder Pi-hole):
sudo pacman -Rns firewalld
sudo reboot