🧰 Schritt 4: SSH-Login und Grundkonfiguration
1. SSH-Verbindung herstellen
(ersetze die IP durch deine)
ssh alarm@192.168.0.33
2. Standard-Zugangsdaten
- Benutzer:
alarm - Passwort:
alarm
3. Passwort ändern
Direkt nach dem Login:
passwd
4. Sudo-Rechte prüfen
sudo EDITOR=nano visudo
💡 Hinweis:
Am Ende der Datei sollte stehen:
alarm ALL=(ALL:ALL) NOPASSWD: ALL
Damit kann der Benutzer alarm Root-Befehle ohne Passwort ausführen.
Alternativ kannst du auch nur die Zeile aktivieren:
%wheel ALL=(ALL:ALL) ALL
Dann ist wieder eine Passwortabfrage erforderlich.
5. (Optional) Root-Zugang deaktivieren
sudo passwd -l root
Prüfen:
sudo passwd -S root
Erwartete Ausgabe:
root L ...
(L = locked)
Root-Account wieder aktivieren:
sudo passwd -u root ← entsperrt
sudo passwd root ← neues Passwort setzen
6. Hostname setzen
(z.B. „eos-arm“)
sudo hostnamectl set-hostname eos-arm
7. Zeitzone einstellen
sudo timedatectl set-timezone Europe/Berlin
8. Sprache einstellen (optional)
sudo localectl set-locale LANG=de_DE.UTF-8
9. Netzwerk prüfen
ping -c3 archlinux.org
10. System aktualisieren
sudo pacman -Syu
Nur bei Mirror-Problemen:
sudo pacman -Syyuu
(Alle Paketdatenbanken werden komplett neu heruntergeladen)
Verwaiste Pakete entfernen:
sudo pacman -Rsn $(pacman -Qdtq)
Pacman Cache vollständig leeren:
sudo pacman -Scc
11. (Optional) Spiegelserver prüfen
sudo nano /etc/pacman.d/mirrorlist
Die Zeile:
Server = http://mirror.archlinuxarm.org/$arch/$repo
verweist auf den offiziellen Geo-Load-Balancer von Arch Linux ARM.
Dieser wählt automatisch einen geeigneten und erreichbaren Mirror basierend auf Standort und Verfügbarkeit aus.
Keine manuelle Anpassung der Mirrorliste erforderlich.
💡 Hinweis:
Das Tool reflector ist nur für x86-Arch Linux gedacht
und funktioniert nicht mit ARM-Mirrorlisten.
Der Geo-Load-Balancer übernimmt hier automatisch die Auswahl.
12. Headless-Modus prüfen
systemctl get-default
Wenn die Ausgabe graphical.target lautet, startet das System mit GUI.
Um Headless (ohne GUI) zu aktivieren:
sudo systemctl set-default multi-user.target
systemctl get-default
→ Erwartete Ausgabe:
multi-user.target
Neustart:
sudo reboot
Zurück zur grafischen Oberfläche:
sudo systemctl set-default graphical.target
sudo reboot
💡 Hinweis:
Auch das „Headless Image“ kann ein grafisches Target gesetzt haben,
enthält aber keine Desktop-Pakete.
13. Firewalld entfernen (später nutze ich ufw)
Wenn der Raspberry Pi ausschließlich im Heimnetz läuft (z.B. mit ioBroker oder Pi-hole):
sudo pacman -Rns firewalld
sudo reboot