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🔐 Minerva Zertifikat unter Linux

BVS Minerva ist die cloudbasierte Bibliothekssoftware von IBTC, die Ausleihe, Katalogisierung und Nutzerverwaltung für Bibliotheken optimiert.

Zusammenhang: IBTC & BVS

  • IBTC ist ein Hersteller mit über drei Jahrzehnten Erfahrung in der Entwicklung von Bibliothekssoftware.
  • BVS ist die klassische, lokal installierte Windows-Version von Minerva.
  • BVS Minerva ist der moderne, browserbasierte Nachfolger – plattformunabhängig einsetzbar und ideal für Bibliotheken, die Sicherheit, Effizienz und Skalierbarkeit suchen.

🔗 BVS Minerva Warteliste | BVS eOPAC testen

Minerva_Dashboard.png

Stand: 2026-03-25


🔐 IBTC Minerva Zertifikat unter Linux importieren

⚠️ Wichtige Hinweise

  • SSL-Zertifikat: Nur im IBTC-Kundenbereich verfügbar
  • Pro PC wird ein eigenes Zertifikat benötigt
  • Es können mehrere Benutzer auf demselben PC angemeldet werden
  • Der Minerva Assistent ist nur für Windows 10/11 verfügbar
    • Erstellte Zertifikate findest du in Windows hier:
      • Windows + Rcertmgr.msc
      • Pfad: Personal → Certificates
  • Brave/Chrome/Chromium unter Linux nutzen für Client-Zertifikate primär die NSS-Datenbank ~/.pki/nssdb
    – unabhängig von der Desktop-Umgebung (Cinnamon, GNOME, KDE usw.)
  • Firefox nutzt eine eigene NSS-Datenbank im Profilverzeichnis (~/.mozilla/firefox/ oder ~/.config/mozilla/firefox/)
    👉 Für Firefox kann das Zertifikat direkt im Browser importiert werden

ℹ️ Info: Für Linux empfehle ich aktuell (Stand 2026) vor allem Firefox mit uBlock Origin oder Brave. Bei beiden sollte man die Einstellungen prüfen und anpassen (Quelle: kuketz-blog.de).


🦊 Mozilla Firefox (empfohlen)

  • Klicke oben rechts auf das Hamburger-Menü (≡)
  • Öffne EinstellungenDatenschutz & Sicherheit
  • Scrolle runter zum Abschnitt Zertifikate
  • Klicke auf Zertifikate verwalten
  • Tab Ihre Zertifikate
  • Importieren....pfx auswählen (Bei Passwortfrage – einfach Enter)
  • Starte ggf. den Browser neu

Login Minerva-Instanz:

  • Beispiel: https://min123456.wolf.bvs.link/
  • Den richtigen Link erhaltet ihr im IBTC-Kundenbereich

minvera-zertifikat-firefox.png

Minerva_Instanz-Login.png

Hinweis

Der erste angemeldete Benutzer erhält Administratorrechte und kann weitere Rechte vergeben.
Es wird empfohlen, einen zweiten Benutzer mit vollständigen Rechten anzulegen.



⚠️ Achtung: Die folgenden Schritte sind experimentell

  • Die Einrichtung funktioniert zuverlässig mit Firefox, daher ist dieser Browser derzeit meine Empfehlung.
  • Bei Chromium-basierten Browsern wie z.B. Chrome oder Brave kann es zu Problemen kommen. Nach bisherigen Tests scheint dieses Problem nicht durch den Brave-Browser selbst verursacht zu werden, sondern durch die zugrunde liegende Chromium-Engine – zumindest ist dieser Bug bekannt.

📌 Nachtrag

Dadurch wird klar, warum z.B. der DHL.de-Login in Chromium-Browsern unter Linux nicht geht – nur mit Firefox geht es. Gleiche Ursache.


🐧 Brave/Chrome/Chromium unter Linux erfordern NSS-Tools

  • Brave/Chrome/Chromium nutzt die NSS-Datenbank möglicherweise nicht korrekt
    400 Bad Request - The SSL certificate error
  • Ich konnte mich bisher mit Brave/Chrome/Chromium nicht bei der Minerva-Instanz anmelden
  • Brave zeigt das Zertifikat zwar unter brave://certificate-manager an, nutzt aber offenbar nicht den System-Zertifikatsspeicher für Client-Zertifikate — entscheidend ist die NSS-Datenbank ~/.pki/nssdb
  • Ein Curl-Test zeigt, dass der Zugriff unter Linux mit dem Zertifikat grundsätzlich funktioniert:
curl -v https://min123456.wolf.bvs.link \
  --cert ~/Downloads/minerva-MeinZertifikat.pfx \
  --cert-type P12

Hier meine bisherige Vorgehensweise – sobald ich eine Lösung finde, ergänze ich sie hier:

1. Vorbereitung

Installiere die Network Security Services (NSS) Tools, falls sie noch nicht vorhanden sind:

# Debian / Ubuntu / Mint:
sudo apt install libnss3-tools

# Arch / Manjaro:
sudo pacman -S --needed nss

2. NSS-Datenbank erstellen (falls nicht vorhanden)

Wird meist automatisch erstellt, kann aber manuell angelegt werden.

Prüfen, ob bereits vorhanden:

ls ~/.pki/nssdb

👉 Wenn folgende Dateien existieren, ist alles bereits eingerichtet:

  • cert9.db → Speichert Zertifikate
  • key4.db → Speichert private Schlüssel
  • pkcs11.txt → Konfigurationsdatei für PKCS#11-Module

Falls nicht vorhanden:

mkdir -p ~/.pki/nssdb

# Führt certutil nur aus, wenn noch keine Datenbank existiert
[ ! -f "$HOME/.pki/nssdb/cert9.db" ] && certutil -N -d sql:$HOME/.pki/nssdb

👉 Passwort:

  • Kann leer gelassen werden (2x Enter drücken)

Prüfen: certutil -L -d sql:$HOME/.pki/nssdb


3. Zertifikat importieren (.pfx / .p12)

Wenn das Zertifikat (ohne Leerzeichen) im Download-Ordner liegt, dann so:

pk12util -i ~/Downloads/minerva-MeinZertifikat.pfx -d sql:$HOME/.pki/nssdb

👉 Passwort:

  • Einfach Enter drücken (falls keines gesetzt ist)
  • Oder korrekt eingeben

Ergebnis: pk12util: PKCS12 IMPORT SUCCESSFUL


4. Import prüfen

certutil -L -d sql:$HOME/.pki/nssdb

👉 Dein Zertifikat sollte gelistet sein


5. Browser testen (Brave/Chrome/Chromium)

  • Browser komplett neu starten

  • Öffne:
    brave://certificate-manager oder chrome://certificate-manager

  • Im linken Menü:
    "Meine Zertifikate"

  • Dann auf:
    "Aus Linux importierte Zertifikate ansehen"

👉 Dein Zertifikat sollte dort erscheinen

Brave_Linux-Zertifikate.png

Update

Mittlerweile zeigt sich, dass das Zertifikat hier ebenfalls importiert oder gelöscht werden kann.
(geprüft mit certutil -L -d sql:$HOME/.pki/nssdb).
Sollte dies funktionieren, würde die Handhabung deutlich einfacher – vergleichbar mit Firefox.


🗑️ Zertifikat löschen

  • Vorhandene Zertifikate anzeigen:
    certutil -L -d sql:$HOME/.pki/nssdb

  • Zertifikat löschen (Name muss exakt mit der Anzeige übereinstimmen):
    certutil -D -n "minerva-MeinZertifikat" -d sql:$HOME/.pki/nssdb

  • Kontrolle:
    certutil -L -d sql:$HOME/.pki/nssdb

👉 Danach Browser komplett neu starten


✅ Fazit

  • Firefox: nutzt eine eigene NSS-Datenbank pro Profil und funktioniert zuverlässig mit Client-Zertifikaten
  • Chromium/Chrome/Brave: nutzen unter Linux die NSS-Datenbank in ~/.pki/nssdb für Client-Zertifikate
  • .pfx/.p12-Zertifikate: müssen gezielt in die jeweilige NSS- oder Browser-Datenbank importiert werden
  • Systemweiter Import: reicht für Client-Zertifikate nicht aus und wird von Browsern nicht automatisch verwendet